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In der Schweiz stammen ungefähr 60% der elektrischen Energie aus Wasserkraft und 40% aus Kernkraft. Unser Land hat damit eine Stromversorgung, die praktisch unabhängig von fossilen Energieträgern ist, eine Stromversorgung also, die kaum Treibhausgase erzeugt. Ein solcher Strommix stellt in einer Zeit der globalen Klimaerwärmung und der Kriege um fossile Ressourcen de facto den Idealfall dar. Während die Wasserkraft selten im Brennpunkt des öffentlichen Interesses steht, vermögen Kernenergiedebatten seit langem die Gemüter zu erhitzen. Gut 25 Jahre lang hat man einen Glaubenskrieg gefochten - Kernenergie ja oder nein? Die Gesellschaft konnte sich derartige Streitereien leisten, da die Stromversorgung aufgrund der umfangreichen Kraftwerkneubauten in den 60er-und 70er-Jahren langfristig gesichert war. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Energiepolitik wird heute einerseits von der Treibhausgas-Problematik und andererseits von der Strommarktliberalisierung geprägt. Der Strom von morgen soll umweltfreundlich, also CO2-frei, und günstig sein. Ausserdem altert der Kraftwerkspark und es ist die Zeit angebrochen, wo man sich wieder Gedanken über den Ersatz alter Anlagen machen muss. Die Schweizerinnen und Schweizer haben am 18. Mai 2003 zwei Antiatom-Initiativen deutlich verworfen und damit zum Ausdruck gebracht, dass es die Kernenergienutzung in der Schweiz für notwendig hält. Es ist deshalb ein Anliegen der Schweizerischen Gesellschaft der Kernfachleute, Fragen rund um die Kernenergienutzung unabhängig und aus fachlicher Sicht zu beantworten, damit sich Interessierte selbst ein Bild machen können. Kernenergie kann den Hunger der modernen Gesellschaft nach grossen Mengen CO2-freier und günstiger Energie besser stillen als andere Formen der Energiegewinnung. Kernenergie schafft somit einen echten Mehrwert für unsere Gesellschaft. Deshalb wird sich die Schweizerische Gesellschaft der Kernfachleute auch weiterhin für die Nutzung und Weiterentwicklung der Kernenergie einsetzen. |
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