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22. Frage: Wird die "Bürde" der radioaktiven Abfälle den kommenden Generationen überlassen? Drucken E-mail
Written by Webmaster   
Montag, 26. Januar 2009 um 19:41

Wird die "Bürde" der radioaktiven Abfälle den kommenden Generationen überlassen?


Nein, nicht wenn man die Umsetzung endlich angehen würde.

Die radioaktiven Abfälle zerfallen nach physikalischen Gesetzen auf natürliche Art und Weise in nicht mehr radioaktive Substanzen. Sie geben also mit fortschreitender Zeit - ohne menschliches Zutun - immer weniger radioaktive Strahlung ab. Der Grossteil der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle wird dank dem radioaktiven Zerfall nach rund 300 Jahren die natürliche Radioaktivität des umliegenden Gesteins erreichen.

Dieser Umstand steht im klaren Gegensatz zu vielen Sonderabfällen wie zum Beispiel den Schwermetallen Blei, Quecksilber oder Cadmium, die nicht von selbst zerfallen, sondern ihre hohe Giftigkeit behalten. Quecksilber aus Thermometern wird nie mehr aus unserer Umwelt verschwinden.

Bei der Endlagerung in geologischen Formationen werden die Abfälle in geologische Schichten eingebettet, die vor Millionen von Jahren entstanden sind und somit ihre Stabilität bewiesen haben. Zwischen den Abfällen und dem Wirtgestein werden zudem mehrere künstliche Barrieren (Stahl, Beton, Bentonit) aufgebaut. So wird garantiert, dass die radioaktiven Abfälle nicht in unsere Umwelt gelangen können und dass die Abfallgebinde auch gegen Einwirkungen von aussen geschützt sind.

Die heutige Generation sollte die Schaffung geeigneter Endlager konstruktiv und pragmatisch vorantreiben und nicht vor sich herschieben und damit nachfolgenden Generationen aufbürden. Wir müssen lernen, bestehende Probleme ganzheitlich zu betrachten, untereinander in Relation zu setzen und zu lösen.

 
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