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20. Frage: Wie viel hochradioaktiven Abfall produzieren Kernkraftwerke? Drucken E-mail
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Montag, 26. Januar 2009 um 19:39

Wie viel hochradioaktiven Abfall produzieren Kernkraftwerke?


Das Volumen einer halben Telefonkabine pro Kernkraftwerk und Jahr.

Ein Kernkraftwerk von der Grösse des KKW Gösgen produziert pro Jahr rund 1 m3 hochradioaktiven Abfall. Dies entspricht etwa dem Volumen einer halben Telefonkabine. Die abgebrannten Brennelemente werden nach der Entladung aus dem Reaktor während mehrerer Jahre in einem Wasserbecken im Kernkraftwerk gelagert.

Falls man abgebrannten Brennstoff in die Wiederaufarbeitung gibt, so reduziert sich das Volumen hochradioaktiver Abfälle stark. Am Ende der Betriebszeit eines Kernkraftwerks fallen zusätzlich noch hochradioaktive Abfälle in Form von Komponenten wie z. B. Reaktordruckbehälter, Dampferzeuger etc. an. Bevor hochradioaktive Abfälle ein Kernkraftwerk verlassen, werden sie in massive Stahlbehälter verpackt.

Anschliessend gelangt der hochradioaktive Abfall in eine Konditionierungsanlage, wo er in eine endlagerungsfähige Form überführt wird. Der gesamte hochradioaktive Abfall, den die fünf Schweizer Kernkraftwerke während ihrer Betriebszeit von rund 60 Jahren produzieren, wird ein Volumen von ca. einem Einfamilienhaus einnehmen.

Zum Vergleich würde ein Kohlekraftwerk von der Grösse des KKW Gösgen in dieser Zeit etwa 25 Millionen Kubikmeter feste Abfälle (Asche, Gips) hinterlassen. Dies entspricht dem Volumen von 50'000 Einfamilienhäusern!

 
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