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19. Frage: Gefährden die radioaktiven Abfälle aus Kernkraftwerken Mensch und Umwelt? Drucken E-mail
Written by Webmaster   
Montag, 26. Januar 2009 um 19:38

Gefährden die radioaktiven Abfälle aus Kernkraftwerken Mensch und Umwelt?


Nein, nicht bei fachgerechter Handhabung.

Radioaktive Strahlung war immer in unserer Umwelt vorhanden und ist somit kein vom Menschen geschaffenes Phänomen. Radioaktive Strahlung ist sogar die Quelle der Erdwärme. In der Wirkungsweise der radioaktiven Strahlung gibt es keinen Unterschied zwischen künstlich erzeugter und natürlicher Strahlung.

Die radioaktiven Abfälle, die in einem Kernkraftwerk entstehen, werden vor Ort verfestigt oder in Behälter verpackt, welche die radioaktive Strahlung zurückhalten. Ausserdem wird jeder radioaktive Abfall buchhalterisch erfasst. Sein Weg wird genau verfolgt und aufgezeichnet. In keiner anderen Industrie herrscht ein vergleichbares Mass an Ordnung, Kontrolle und Dokumentation was Abfälle anbelangt.

Radioaktive Abfälle werden zuerst im Kernkraftwerk selbst gelagert und überwacht. Die Radioaktivität der Stoffe nimmt mit der Zeit ab (Zerfallsgesetz). Dann werden die Behälter entweder ins zentrale Zwischenlager ZWILAG nach Würenlingen oder in die Wiederaufarbeitung gebracht. Bei den Transporten ist ein Höchstmass an Sicherheit garantiert.

Die vom Bund vorgegebenen Strahlungsgrenzwerte sind sehr tief und können eingehalten werden. Am Ende steht die Verbringung der Abfälle in ein unterirdisches Endlager.

Die hochradioaktiven Stoffe, welche negative Folgen für Mensch, Tier und Umwelt haben können, sind in einem KKW von Anfang an im Brennstoff eingeschlossen und gelangen nicht in die Umwelt. Schwachradioaktive Abfälle wie kontaminierte Werkzeuge, Handschuhe, Stiefel etc. werden - soweit möglich - verbrannt, und die Asche wird anschliessend in Fässern vergossen.

Die Menge an Radioaktivität in einem Endlager für kurzlebige, schwach-und mittelaktive Abfälle ist durch den radioaktiven Zerfall nach etwa 300 Jahren vergleichbar mit der Radioaktivität des umgebenden natürlichen Gesteins. Das Abklingen der Radioaktivität stellt einen fundamentalen Unterschied zu anderen Arten von Sondermüll, wie sie etwa in der chemischen Industrie anfallen, dar. Radioaktive Abfälle verlieren mit fortschreitender Zeit ihre Gefährlichkeit, einige Sondermüllarten hingegen nicht.

 
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