| 15. Frage: Ist die Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente sinnvoll? |
|
|
| Written by Webmaster | |
| Montag, 26. Januar 2009 um 19:32 | |
Ist die Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente sinnvoll?Ja, Recycling hilft, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen.Die Wiederaufarbeitung ist ein Recyclingprozess, der Naturressourcen schont. Die Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente ist deshalb prinzipiell sinnvoll. Nach 4-bis 5-jährigem Einsatz im Reaktor eines Kernkraftwerks ist der nukleare Brennstoff erschöpft, d.h. der Anteil spaltbarer Kerne ist zu gering. Verbrauchter Kernbrennstoff ist eine Mischung aus ca. 4% hochradioaktiven Spaltprodukten, 95% Uran - wovon noch knapp 1% spaltbares Uran-235 ist - und 1% Plutonium. Die Spaltprodukte sind Abfall; das Uran und das Plutonium hingegen können für die Herstellung neuer Brennelemente verwendet werden. Dazu wird in einer Wiederaufarbeitungsanlage der Abfall aus dem abgebrannten Brennstoff chemisch abgetrennt. Anschliessend wird der verbleibende Brennstoff wieder mit spaltbaren Uranatomen angereichert. 95% des abgebrannten Brennstoffes können dank der Wiederaufarbeitung erneut in einen Reaktor eingebaut und teils gespalten werden. Dies verringert die Radioaktivität der in das Endlager zu verbringenden Stoffe stark. Zudem ist man heute in der Lage, neue Arten von Brennstoff herzustellen, so genannte Mischoxid-Brennstoffe (MOX). Der grosse Vorteil dieser MOX-Technologie ist, dass man Plutonium aus alten Brennstäben und aus den abzubauenden Kernwaffenbeständen in einem Reaktor eines Kernkraftwerkes in wertvolle Energie zur Stromerzeugung umwandeln kann. Dies ist ein Weg, das zu Kriegszwecken angehäufte Plutonium erstens zu vernichten und zweitens daraus elektrische Energie für die Stromversorgung zu gewinnen. |

