| 10. Frage: Wie gross sind die Risiken der Risiken? |
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| Written by Webmaster | |
| Montag, 26. Januar 2009 um 19:13 | |
Wie gross sind die Risiken der Risiken?Sehr klein.Wenn man von mit einem Ereignis verbundenen Risiken spricht, dann muss einerseits die Eintretenswahrscheinlichkeit und andererseits das mögliche Schadenausmass des Ereignisses betrachtet werden, denn EIN RISIKO IST DEFINIERT ALS DAS PRODUKT AUS DER EINTRETENSWAHRSCHEINLICHKEIT UND DEM SCHADENAUSMASS. Ein Risiko kann also hoch sein, wenn zwar das Schadenausmass klein, dafür aber die Eintretenswahrscheinlichkeit sehr gross ist. Ein Beispiel dafür sind Lawinenniedergänge in Alpentälern. Andererseits kann ein Risiko als klein eingestuft werden, auch wenn das mögliche Schadenausmass sehr gross ist, nämlich dann, wenn die Eintretenswahrscheinlichkeit sehr klein ist. Als Beispiel könnte man einen grossen Meteoriteneinschlag anführen. Ausserdem sind es oft mehrere Teilereignisse die eintreten müssen, um ein Ereignis mit grossem Schadenausmass herbeizuführen. Die Bedingung, dass viele Teilereignisse gleichzeitig eintreten müssen, reduziert wiederum die Eintretenswahrscheinlichkeit des grossen Ereignisses. Alle wissenschaftlich fundierten Statistiken und Studien über Risikovergleiche zeigen, dass die Risiken aus der Kernenergie, verglichen mit anderen Produktion von elektrischer Energie durch Kern-und Gaskraftwerke etwa gleich niedrig sind und weit tiefer liegen als die mit Kohle- und Ölkraftwerken verbundenen Risiken. Dabei sind allerdings die Klimaveränderungen in Folge des durch Gas-, Öl-und Kohlekraftwerke verstärkten Treibhauseffekts (Erwärmung der Erdatmosphäre) nicht berücksichtigt. Am besten schneiden beim Risikovergleich die Flusskraftwerke ab. Wenn man die Umweltschäden eines grössten anzunehmenden Unfalls in einem Kernkraftwerk (KKW) betrachtet, dann ist ein Vergleich mit grossen Naturkatastrophen sinnvoll. Vor allem Erdbeben aber auch Meteoriteneinschläge stellen für die Menschheit ein viel grösseres Risiko dar, als Kernkraftwerke. Schliesslich kann man die Gefahr, in Folge eines KKW-Unfalls umzukommen, auch mit der Gefahr an Krebs zu sterben vergleichen. In der Schweiz beträgt die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu sterben rund 1 zu 500. Die Wahrscheinlichkeit aber, durch einen Unfall in einem Kernkraftwerk zu sterben, beläuft sich auf 1 zu 100'000'000 bis 1 zu 1'000'000'000! Es ist also 200'000 bis 2'000'000-mal wahrscheinlicher, an Krebs zu sterben als durch einen Unfall in einem KKW! |

