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4. Frage: Produzieren die Schweizer Kernkraftwerke nicht hauptsächlich für den Export? Drucken E-mail
Written by Webmaster   
Donnerstag, 08. Mai 2008 um 15:10

Produzieren die Schweizer Kernkraftwerke nicht hauptsächlich für den Export?


Nein. Ausschlaggebend ist das Winterhalbjahr, in welchem in der Schweiz regelmässig zuwenig Strom erzeugt wird, um den Landesbedarf zu decken.

In der Regel ist der Stromverbrauch im Sommer aufgrund der höheren Temperaturen und der Ferienzeit tiefer als im Winter. Aber die Stromproduktion aus Wasserkraft ist wegen der Schneeschmelze gerade in dieser Zeit am höchsten. Alle Schweizer Kernkraftwerke werden aus diesem Grunde in den Sommermonaten zur Brennstoffnachladung und zu Revisionszwecken für jeweils drei bis vier Wochen abgeschaltet.

So entfallen im Sommerhalbjahr rund 30% und im Winterhalbjahr rund 45% der Stromproduktion der Schweiz auf unsere fünf Kernkraftwerke. Trotzdem besteht im Sommer ein Produktionsüberschuss. Es ist nun im Interesse unserer Volkswirtschaft, die grossen Wassermengen zur Erzeugung von Strom auch für den Export zu verwenden, anstatt sie ungenutzt über die Wehre fliessen zu lassen.

Während die Schweizer Kraftwerke im Winter 2002/03 den Landesstromverbrauch genau zu decken vermochten, mussten im Winter 2001/02 über 2 Milliarden kWh elektrische Energie aus dem Ausland importiert werden.

Der Winter 2000/01 hingegen war sehr mild. Der Stromverbrauch war entsprechend niedrig. Dadurch waren Kraftwerksreserven zur Erzeugung von Strom für den Export frei. Dies ist nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht positiv zu bewerten, sondern auch aus Gründen des Umweltschutzes. Denn der von der Schweiz exportierte Strom ersetzt im Ausland Strom aus Kohle-, Öl-und Gaskraftwerken.


Aktualisiert ( Freitag, 21. November 2008 um 16:29 )
 
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